Kategorie 1: Worst EU Lobbying Kategorie 2: Worst Conflict of Interest
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Die „European Alliance for Access to Safe Medicine“ (EAASM)

Nominiert, weil sie die Beteiligung großer Pharmakonzerne in ihren Kampagnen verschweigt.

Die EAASM (dt.: Allianz für den Zugang zu sicheren Arzneimitteln in Europa) beschreibt sich selbst als „unabhängige, sektorübergreifende Patientensicherheit-Allianz, die dafür eintritt, gefälschte und minderwertige Arzneimittel aus der Versorgungskette zu entfernen“.

Im Juli 2008 veröffentlichten sie den Bericht „The Counterfeiting Superhighway – the growing threat of online pharmacies“, der vor Online-Apotheken warnt. Im September brachte die EAASM ihre Anliegen auch im Europäischen Parlament zu Gehör, mit einem Abendempfang und einer Ausstellung im Parlamentsgebäude. In der Studie und der sie begleitenden Pressemitteilung („Death on the Net? Over 60% of Medicines Sold by Online Pharmacies are Fake”) verschwieg die EAASM, wie stark die Pharmaindustrie in ihre Arbeit eingebunden ist. Die EAASM wird gänzlich von den großen Pharmakonzernen Bayer-Schering, Boehringer Ingelheim, Eli Lilly, Johnson&Johnson, Pfizer und Wyeth finanziert, sowie von drei kleineren Firmen, die benachbarte Dienstleistungen im Gesundheitsbereich anbieten. Vertreter der Pharmakonzerne Bayer-Shering, Eli-Lilly und Pfizer sitzen im Vorstand von EAASM.

Als Sekretariat für EAASM fungiert die in London ansässige PR-Agentur Medicom. Die Pressemitteilung zu dem Bericht wurde von Medicom veröffentlicht; Medicom ist im Bericht als einzige Kontaktadresse aufgeführt und von ihr werden auch Anfragen an EAASM beantwortet. Bis Januar 2008 war Martin Ellis, Direktor der Medicom Group, auch gleichzeitig der Direktor der EAASM. Weder Medicom noch EAASM haben sich bisher im freiwilligen Lobby-Register der Europäischen Kommission eingetragen.

Fragwürdige Onlineangebote für gefälschte Medikamente sind sicherlich ein Problem. Aber der „Counterfeiting Superhighway“-Bericht übertreibt das Ausmaß des Problems: Die Stichprobe für die Studie wurde ausgewählt, indem mit Suchmaschinen nach Begriffen wie „Online-Apotheke“ oder „billige Medikamente kaufen“ gesucht wurde und indem man Links aus Spam-Emails nachging. So war es nicht verwunderlich, dass sich die Mehrzahl der „Online-Apotheken“ in der Untersuchungsstichprobe als betrügerische Websites herausstellen, die sich als echte Online-Apotheken ausgaben. Solch eine einseitige Stichprobe ist hilfreich, wenn man den Internethandel von Medikamenten brandmarken will – und dient den Zielen der „Sponsoren“ aus der Pharmaindustrie, die den Bericht finanzierten.

Bereits im November 2007 hatte die EAASM einen Bericht veröffentlicht, der den Parallelhandel von Medikamenten als eine ernsthafte Gefahr für die Sicherheit der Patienten angriff. Der Parallelhandel von Medikamenten untergräbt die in der Pharmaindustrie übliche Praxis, die gleichen Medikamente in einigen EU-Länder zu höheren Preisen zu verkaufen.

Kürzlich hat EU-Kommissar Verheugen Maßnahmen zur Patientensicherheit angekündigt, die den Parallelhandel mit Medikamenten de facto verbieten würden – als Begründung dient die vermeintliche Gefahr, dass dadurch gefälschte Medikamente in Umlauf kämen.

Wählen Sie die EAASM, wenn Sie diese Maskerade der Interessen großer Pharmakonzerne nicht gutheißen!

Weitere Informationen :

EAASM website

Le danger des médicaments sur internet ? Surtout une campagne de communication de l’industrie pharmaceutique, A. Chailleu, 3 Juillet 2008.



Kommentare

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258 Dr. MED Günther Kunald 12 April 2009:
hier wird wohl alles von jedem hingeschrieben. was nun stimmmt bleibt fraglich, da jeder jedem widerspricht. Alles besteht aus Lobbyisten!!!

257 Richard 31 March 2009:
yoyooyo i think this is a pice of shitty text, not so intresting, i was serching for some pOr*n and ended up at this site.

256 carole 19 February 2009:
no comment…

248 leitsberger bianca 26 December 2008:
medicine has beome much too expensive, and doctors have become dependant, the pharma firms desparately need better advice. People cannot afford this medicine any more. The whole industry needs to become reasonable, otherwise we will see the modern revolution (like in France and in russia some centuries ago – history always repeats itself) which is hopefully not what leading pharma companies desire

240 Debbie Knight 15 December 2008:
“failed to reveal their true motives and the industry funding behind their “public interest” campaign”…. It seems to me that they make it very clear they receive funding from pharmaceutical companies on their funding page of their website…? “online pharmacies was selected by feeding search engines with terms like “online pharmacy” or “buy cheap medicine”” they found online pharmacies by using such biased search terms as…..online pharmacy?! it seems to me that the threat of online pharmacies were exaggerated by this report, but the reasons you have given here for nominating the EAASM are poor

221 Sylvain Tardy 5 December 2008:
and the winner is… ?

200 Caroube 24 November 2008:
Et que dire de l’immense mascarade à propos des vaccins antiHPV étiquettés de façon abusive vaccins “anti-cancer” du col??? Ce sont les sinsitres firmes GSK et Sanofi Pasteur MSD qui sont derrière tout cela et qui ont par exemple noyauté toute l’association ECCA (coalition européenne contre le cancer du col) qu’ils financent afin de promouvoir leurs vaccins inutiles et dangereux tout en contournant les réglementations en matière d’interdiction de publicité directe pour les produits sous prescription. Cela est encore bien pire que tout. Tout ce qui touche aux vaccins constitue le pire de tout en matière de lobbying et de malhonnêteté, c’est vertigineux!

185 Daniela Rogat 9 November 2008:
Bayer-Schering, Boehringer Ingelheim, Eli Lilly, Johnson&Johnson;, Pfizer und Wyeth sind unfähig, den synthetischen Giftmüll, den sie als “Medikamente” offerieren umweltfreundlich zu entsorgen und lenken mit Hetzkampagnen der EAASM von der Toxizität ihrer eigen Produkte ab. Billiger Psychotrick der Lobbyisten!

174 Dr. Hans-Benedikt Hägele 30 October 2008:
Internetpharmazie gehört zum Gefährlichsten, was man den Patienten antun kann.

152 Klaus-Peter Jessen 27 October 2008:
Vertreter der Pharmakonzerne Bayer-Shering, Eli-Lilly und Pfizer sitzen im Vorstand von EAASM…. Das sagt schon alles

144 SITBON 27 October 2008:
Agree

141 Andreas Olli 27 October 2008:
Online Verkauf ist schon in Ordnung,um den überhöten Preisen auszuweichen. Natürlich gibt es schwarze Schafe,aber dort kauft man eben nur einmal.

114 Michael Kirchmair 23 October 2008:
increible y horrible lo que hacen los farmaceuticos y estas empresas grandes!

109 Sabine 22 October 2008:
Wir sollen wieder mal für dumm verkauft werden um der Pharmaindustrie ihre Einnahmen zu sichern.

98 Claus Pfleger 22 October 2008:
Und wieder eine hoechst entbehrliche Raubmordkopie-Litanei mehr, ausnahmsweise nicht von der Medienindustrie, aber genauso widerwaertig und glaubhaft.

94 Danièle Dolleans 22 October 2008:
Et le danger des médicaments testés sur des millions d’animaux ? Ils n’en parlent pas ?

82 Nurlia Basten (weibl.) 21 October 2008:
Pharmaca industry should not have lobby anyway, in my opinion it only produces additional diseases through its medicines.

80 Levien Vermeer 21 October 2008:
Het is meer dan schandalig. Te erg voor woorden. Boycot alle medicijnen zou ik zeggen. Vul de kranten ermee, want dit mag niet onopgemerkt blijven.

76 !!! 21 October 2008:
Schon wieder so was. Die Pharmaliga ist offenbar nicht totzukriegen…

72 Dieter Ewald 21 Oktober 2008 21 October 2008:
Es sind nicht die einzigen Schweinereien bei den Lobbyisten.Ich habe da keine große Hoffnung diesen Machenschaften herr zu werden.

28 Berthild Lorenz 21 October 2008:
Die, die mitmachen sind ebensolche Verursacher, wie Die, die anzetteln …

14 Nils Johnsen 21 October 2008:
I think it will take nearly forever to shrink back the power of the big pharma business to a tolerable size. But all we can do is begin today.

12 Katharina Peters 21 October 2008:
Gewinninteressen ersetzten Information zu Gesundheitsförderung. Pharmafirmen agieren menschenverachtend.

8 Barbara 20 October 2008:
Geldgeber solle fairerweise schon angeben – oder sich nicht unabhängig nennen.

5 Dr. Andreas Wulf 20 October 2008:
wichtige sache

Die Worst EU Lobbying Awards werden organisiert von Corporate Europe Observatory, Friends of the Earth Europe, LobbyControl und Spinwatch.
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