Kategorie 1: Worst EU Lobbying Kategorie 2: Worst Conflict of Interest
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Caroline Jackson, Europaabgeordnete

Nominiert für ihre Doppelrolle als gewählte Volksvertreterin, die sich mit Umweltfragen befasst, und als Umweltberaterin bei der privatwirtschaftlichen Abfallentsorgungsfirma Shanks.

Jackson saß dem Ausschuss für Umwelt, Verbraucherschutz und Gesundheit von 1999 bis 2004 vor und ist Sprecherin für Umwelt der britischen Konservativen. Jackson bekommt zudem 6000 £ als Mitglied des Umweltbeirats (EAB- Environmental Advisory Board) von Shanks. Diese Position hält sie noch immer.

2005/2006 war Jackson die Berichterstatterin für die Waste Framework Directive (WFD) – ein Politikbereich, der ganz klar die Interessen ihres Arbeitgebers aus der Privatwirtschaft, Shanks, berührte. Der Vorsitzende des Umweltbeirats von Shanks lobte Jacksons „enorme Kenntnis der Europäischen Gesetzgebung“, die er als „von Nutzen für unsere Arbeit“ bezeichnete. Im Jahresbericht 2006/2007 führte Shanks aus: „Die Waste Framework Directive der Europäischen Kommission wird überarbeitet und die für die Direktive zuständige Abgeordnete und EAB-Mitglied Caroline Jackson konnte uns während des Jahres über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Die Direktive wird weitreichende Folgen für die Abfallentsorgung haben und der EAB wird ihre Auswirkungen auf Shanks Aktivitäten in Großbritannien und auf dem europäischen Kontinent prüfen.“

Michael Averill, CEO von Shanks, ist außerdem der Präsident der European Federation of Waste Management and Environmental Services (FEAD), die die europäische Abfallentsorgungsindustrie vertritt. Die FEAD unterhielt eine „Beratungsgruppe“, die sich Jacksons Abfallentsorgungsbericht vornahm und in ihrer Lobbyarbeit dreimal Kontakt zu Jackson aufnahm. Auf diese Weise wurde Jackson, Berichterstatterin für die Waste Framework Directive, von der Lobbyorganisation beeinflusst, deren Präsident der Chef des Abfallentsorgungskonzerns ist, für den sie als Beraterin arbeitet!

Trotz dieser ziemlich engen Beziehungen behauptet Jackson, es bestünde kein Interessenskonflikt, da Shanks Geschäftsinteressen nicht im Bereich der Müllverbrennung lägen. Aber Shanks Website widerspricht dem. Hier ist zu lesen, dass das Unternehmen „PCB und mit Pestiziden kontaminierte Böden durch Hoch-Temperatur-Verbrennung in dafür geeigneten Anlagen in Großbritannien und den Niederlanden beseitigt“.

Wählen Sie Caroline Jackson – wenn Sie etwas dagegen einzuwenden haben, dass gewählte Volksvertreter zu eng mit privatwirtschaftlichen Interessen verbunden sind und so ihre Fähigkeit aufs Spiel setzen, im öffentlichen Interesse zu handeln.

Weitere Informationen :

Too Close for Comfort?, Andy Rowell, Spinwatch, July 2008.

About Shanks. Background, Shanks Website, last visited 15 October 2008.

Declaration of Member’s Financial Interests 2007, Caroline Jackson.

MEP on waste company payroll, Andrew Bounds, Financial Times, 13 June 2008.

Safety, Health and Environment Report 2006/2007, Shanks Group.

FEAD Bulletin N°15, June 21 – November 10 2006, European Federation of Waste Management and Environmental Services.

Services. Remediation, Shanks website, last visited 15 October 2008.



Kommentare

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262 JBirkett 18 June 2009:
Glad to see this site exposing this type of conflict in interest. Also very helpful for my politics a level tomorrow. Many thanks

261 sneha 8 May 2009:
bakwaas . aata wata hain nahin bade aye photo lagane

249 David Perry 7 January 2009:
It is obscene that MEPs should be able to operate in this way. Sadly, it is what elected representatives of the UK Conservative party often do - at all levels of government. Please do not ever vote for this deceitful self-interested party!

229 Penny Jones 8 December 2008:
Blatant, and alas not unbelievable.

222 Sylvain Tardy 5 December 2008:
Hou la vilaine !

191 Regenboog 11 November 2008:
It has been proven that incineration kills. She is responsible for the people's death.

183 Yorkie 8 November 2008:
It is exactly this kind of lobbying that undermines the reputation of the EU, the European Parliament, and any other European institution in Britain.

164 Ilse Kleinschuster 29 October 2008:
Ethische Prinzipien sind in der Welt der Mächtigen doch schon längst kein Thema mehr!

158 Jackie Walkden 28 October 2008:
No MEP should be employed by a firm they may have to regulate against.

156 Gavin ten Tusscher, M.D., Ph.D. 28 October 2008:
This reeks of a conflict of interests

129 Andrea Wolf 24 October 2008:
Solche Menschen sollten sofort zur Rechenschaft gezogen werden. Es gibt so wie so viel zu viele "Wasserköpfe" - das Geld für diese Leute, könnte auch sinnvoller eingesetzt werden.

77 Doci Müller 21 October 2008:
Ihr Gewissen ist rein - Sie hat es nie benutzt

54 Sandra Fornasier 21 October 2008:
Das stink ja zum Himmel !!!

24 Berthild Lorenz 21 October 2008:
Arbeitet sie vielleicht so gut,um an einen goldenen Sarg zu gelangen? Ob Tote in Goldsärgen besser liegen, davon hat noch kein auferstandener Mensch berichtet ...

Die Worst EU Lobbying Awards werden organisiert von Corporate Europe Observatory, Friends of the Earth Europe, LobbyControl und Spinwatch.
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